28.01.2021

Wie alles begann, oder was wurde aus dem “Linzer Urgestein” – Michael Mayr

Hallo Michi, wie geht’s Dir?

Robert Lukas hat zum Thema Legenden in Hockey O´Clock bei Markus Pfanner gesagt, solange das Dress mit der Nummer 8 von Michi Mayr, einer wahren Legende, nicht unter dem Hallendach hängt, will er auch nicht dort oben hängen!  In der Kronen Zeitung vom letzten Samstag (23.01.21) scheinst du in der Liste der Linzer Urgesteine mit 631 Spielen auf Platz 4 hinter den Lukasbrüdern und Daniel Oberkofler auf. Was sagst du dazu?


(OÖ Kronen Zeitung, 23 01 21)

Ja, das war echt lustig mit Bob! Das kann ich nur bestätigen, er hat das immer gesagt. Und ich  sage, der Platz ist für andere reserviert! Meinen Platz würde ich mir auf der Eisfläche wünschen!

(Foto: hockeyfans.at)

Wo arbeitest du jetzt? Ganz vom Eishockey hast du dich ja nicht abgewendet, du spielst ja für die Linzer Oldies in der Landesliga. Heuer bis dato leider ja vermutlich noch nicht am Eis gewesen?

Ich bin, wie sehr viele wissen, nach wie vor in der LINZ AG beschäftigt, und es gefällt mir sehr gut. Ich bin dem Eishockey treu geblieben (zumindest ein bisschen),  und spiele bei den ASKÖ Linzer Oldies in der Landesliga.
Nachdem ich immer sehr spät in die Saison einsteige bin ich heuer noch nicht oft am Eis gestanden bzw. aufgrund der Coronasituation eigentlich noch gar nicht.

(Foto: Facebook Linzer Oldies – Landesmeistertitel 2019/20)

Kannst du dich noch erinnern, wann du das erste Mal Kontakt mit Eishockey hattest und wann du das erste Mal „Schnuppern“ warst?

Ich bin über meinen guten Freund Philipp Wieltsch zum Eishockey gekommen. Der hat mich im Sep. 1992, damals waren wir 8 Jahre, zum Schnuppern mitgenommen! Mit einigen Startschwierigkeiten bin ich dann dabeigeblieben!


(Foto: privat)

Hast du andere Sportarten auch ausgeübt, warum hast du dich dann schlussendlich für Eishockey entschieden?

Andere Sportarten habe ich eigentlich nicht ausprobiert (zumindest in einem Verein)! Im Hof wurden natürlich alle Sportarten ausprobiert (Fußball, Basketball, Street Hockey,…) Ich habe mich fürs Eishockey entschieden, weil ich dort einen großen Freundeskreis hatte/habe und dass mit Abstand das Wichtigste war!

Wie war damals das Training organisiert. Wie oft habt ihr trainiert?

Das sind Welten, im Vergleich zu heute! Es war am Anfang gerade gerade mal  ein Training in der Woche und organisiert wurde das Ganze von fleißigen Eltern.

Wie hast du damals das Eishockey mit der Schule verbinden können, warst du ein guter Schüler?

Ich war ein Durchschnittsschüler. Das Eishockey und die Schule konnte ich gut verbinden, nachdem die Trainings eher am Abend waren und meine Eltern mich gerne gebracht haben!

Du warst ja sozusagen der erste Linzer, der sich langfristig in der Bundesligamannschaft der Black Wings gehalten hat. Es gab ja auch lange Zeit den Begriff des „Quotenlinzers“. Was waren deiner Meinung nach die Gründe dafür?

Es gehört sicher Glück dazu, aber das wichtigste ist der Ehrgeiz und der Fleiß, und von dem hatte ich viel, weil beim Talent wurde ich nicht so gesegnet!

Würdest du etwas ändern, oder alles wieder so machen wie es gelaufen ist?

Was würde ich ändern oder anders machen: das Training ist viel professioneller und spezifischer geworden. Das hätte ich gerne damals schon gehabt! Vielleicht 1-2 Saisonen für eine andere Mannschaft spielen und Erfahrungen sammeln.


(Foto: hockey-news.info)

Welche Tips würdest du einem 12- 13 jährigen geben?

Halte an deinen Träumen fest und gib  immer 100%, und lasse vielleicht auch manchmal andere Meinungen zu!

Danke für das Interview. Wir wünschen Dir alles Gute für die restliche Meisterschaft!

Danke auch, und das wichtigste gesund bleiben in dieser schwierigen Zeit!

 

 

29.01.2021