15.01.2021

Wie alles begann – Lukas Haudum

Wir haben Lukas Haudum getroffen. Er spielte bis zur U20 bei den Juniorwings und ging dann 5 Jahre nach Schweden, wo er für Södertälje, Malmö und IK Pantern auflief, bevor er wieder nach Österreich, dann allerdings zum KAC zurückkehrte.


(Foto: Barbara Gindl)

Hallo Lukas, wie geht’s Dir sportlich gesehen und privat?
Sportlich gesehen läuft diese Saison ganz gut! Auch privat geht’s mir bestens. Wir sind natürlich in diesen Zeiten glücklich, unseren Beruf ausüben zu können.

Du hast ja Anfang der 2000er das erste Mal mit Hockeyschuhen das Linzer Eis betreten.
Wie alt warst du da? Kannst du dich noch erinnern an diese ersten Momente?
Ich war um die drei Jahre alt. Von Erzählungen weiß ich, dass ich niemals die doppelläufigen Eislaufschuhe ausprobiert habe, sondern gleich normale Hockey Skates anhatte.
Aber leider kann ich mich nicht mehr an vieles erinnern.


(Fotos: Privat)

Du hast ja mit deinen damaligen Mannschaftskollegen Erik Kirchschläger und Stefan Gaffal die diversen Nachwuchsligen gerockt.
Ihr habt unter anderem auch die U18 und U20 Meisterschaft gewonnen. Wie habt ihr damals international abgeschnitten?

International durfte ich beim Nationalteam ein paar tolle Erfolge feiern, und auch zum Beispiel bei der U20 Heim-WM mit Erik und Stefan den zweiten Platz holen.


(Foto: Privat)

Wie würdest du Stefan Gaffal charakterisieren?
Lieber umgänglicher Typ, liebt es zu schlafen.

Wie oft habt ihr in der Woche trainiert?
Eigentlich hatten wir fast täglich ein Training oder Spiel. Dazu kommt auch, dass einige von uns gleichzeitig in 2, manchmal auch 3 Altersgruppen spielten. Da ging sich ein freier Tag oft schwer aus.

Du hast ja dann einen etwas anderen Weg eingeschlagen und bist mit 17 nach Schweden gegangen. Bei Södertälje hast du dich dann sogleich in der U20 etabliert.
Wie hat sich das ergeben. Hast du dich um einen Platz in Schweden umgesehen, oder ist wer an dich herangetreten?
Mein Agent hatte die Idee mich ins Ausland zu bringen. Damals hatte ich die Wahl zwischen Schweden und der CHL in Kanada.
Schweden war mir irgendwie sympathischer, und das wurde es dann auch.


(Foto: Tips)

Wie ist es dir dort in der Schule und auch im privaten Bereich ergangen, ohne ein Wort schwedisch zu sprechen?
Ich bin sehr gut aufgenommen worden, und da man auch einen Roommate hatte, konnte man alles viel schneller kennenlernen.
Ich wurde dann in ein englisches Schulprogramm aufgenommen, wo ich neue Leute traf, und neben dem Eishockey noch ein anderes Umfeld hatte.
Sprachlich fokussierte ich mich zuerst auf Englisch, es dauerte aber nicht lange  bis ich in der Kabine ein  bisschen schwedisch aufschnappte, und mittlerweile kann ich auch ganz gut reden.

Was sind die gravierendsten Unterschiede im Training in Schweden im Vergleich zu Österreich?
Sowohl am Eis als auch off-ice ist das Training überall ein wenig anders. Auch innerhalb von Schweden.

Was meinst du mit ein wenig anders?
Speziell in den Nachwuchsmannschaften wir mit einem höheren Tempo trainiert.

Wenn du zurückdenkst, würdest du irgendetwas ändern oder anders machen?
Nein. Den Weg den ich machte war für mich glaub ich der Beste, und die Zeit in Schweden war ganz besonders.


(Foto: APA)

Welche Tips würdest du einem 12- 13 jährigen geben?
Spaß ist meiner Meinung nach das Wichtigste.
Nicht an sich selbst zweifeln. Das war auch bei mir manchmal ein Problem.

Werden wir dich wieder mal im Trikot der Black Wings sehen, oder wie sehen deine nächsten Pläne aus?
Für heuer habe ich noch einen Vertrag in Klagenfurt. Wie die Zukunft aussieht weiß ich nicht,  aber Linz wird für mich immer eine große Bedeutung haben.

Danke für das Interview. Wir wünschen Dir alles Gute für die restliche Meisterschaft!