19.04.2021

Robert Lukas – Der sportliche Leiter im Gespräch – Teil 1

Eine sehr außergewöhnliche Saison ist zu Ende gegangen. Vom totalen Trainingsverbot über Onlinetrainings bis hin zum „normalen“ Trainingsbetrieb für die Bundesligamannschaften U11- U14.
Wie hat sich diese Saison für dich rückblickend dargestellt?

 

Ich muss gestehen, es war wirklich eine schwere Zeit. Lockdowns, Verordnungen, Maßnahmen, Präventionskonzepte, Zoommeetings, Checklisten, Testergebnisse und dergleichen haben diese Saison geprägt. Darüber hinaus tobte ein Streit, der das Linzer Eishockey in eine immer noch andauernde Krise geführt hat. Doch trotz dieser schier unüberwindbaren Probleme haben wir es geschafft, dem Großteil unserer Kids ein Stück Normalität zu erhalten.

 

Im Herbst fanden schließlich grundlegende strukturelle Änderungen statt. Die Eishockeyakademie Oberösterreich (EAO) wurde gegründet, die Spieler der U16 und der U18 der Black Wings dorthin transferiert. Die Spieler der U14 und jünger kamen in die Obhut der Steel Wings. Sämtliche Trainer wurden von den Black Wings gekündigt, und erst später von den Steel Wings übernommen, was zwischenzeitlich für zusätzliche Unsicherheit gesorgt hatte. Der Spielbetrieb konnte nur kurze Zeit aufrechterhalten werden. Während die U16, U18 und AHL nach einer durch Corona bedingten Pause wieder spielen durften, war die Saison für alle anderen leider beendet. Zum Glück konnten wir zumindest den Trainingsbetrieb wiederherstellen.

 

Auf diesem Weg möchte ich allen Trainern, Betreuern, Spielern und Eltern für ihre Flexibilität und immerwährende Anpassungsfähigkeit danken. Somit möchte ich dennoch ein positives Resümee ziehen. Egal wie groß das Problem auch zu sein schien, wir haben immer wieder eine Lösung gefunden.

Wir geben niemals auf, und das wird belohnt!

 

Wie sieht es mit der Zusammenarbeit zwischen den Juniorwings (U14 und jünger) und der AKA OÖ aus.  Es soll  in weiterer Folge eine Durchlässigkeit erkennbar sein. Von den Juniorwings über die AKA OÖ in die Steelwings.

Genau so ist es! Grundsätzlich sprechen wir von drei Strukturen:

 

Entwicklungsbereich – mit den Junior Wings

Leistungsbereich –  mit der Eishockeyakademie

Übergangsbereich – mit den Steel Wings

 

Schlussendlich sollen dann in den Steel Wings Spieler für den Hochleistungs-/Profibereich ausgebildet werden. Jeder Teilbereich übernimmt seine Aufgabe, jedoch nicht ohne sich vorab mit den anderen Teilbereichen abzusprechen. Konzepte werden gemeinsam erstellt, Ressourcen miteinander geteilt, eine echte Kooperation halt.

 

Am Ende erreichen wir zusammen unser oberstes Ziel, aus Kindern gute Menschen, Athleten und Eishockeyspieler zu formen. Das war, ist und bleibt immer unser Leitmotiv. So komisch, es klingt, aber die Aufteilung hat dazu geführt, dass wir im Nachwuchs mehr Unterstützung generieren konnten, in Form von Manpower und auch finanziell, als es zuvor möglich war. Es war die richtige Entscheidung und ein wichtiger Schritt für die Nachwuchsentwicklung im Raum Linz und Oberösterreich.

20.04.2021