22.02.2020

Paul Nabatame

Hejsan!

Hallo Paul, wie alt bist?
Hejsan! Ich bin 12 Jahre alt und am 09.11.2007  in Japan geboren.

Wie bist du darauf gekommen Eishockey zu spielen?
Eishockey habe ich zum ersten Mal in Japan gesehen und seitdem hat
mich dieser Sport nicht mehr losgelassen. Nachdem wir nach Linz gezogen
sind hat mich mein Papa das erste  Mal mit 5 Jahren zum Schnuppertraining
angemeldet, zu dieser Zeit war mir aber Eishockey noch zu fad, da ich noch
nicht so gut eislaufen konnte und ich immer Getränkekisten am Eis herumschieben
musste, aber eigentlich wollte ich nur den Puck schießen. Mit 7 Jahren habe ich
einen zweiten Anlauf genommen und seitdem bin ich Feuer und Flamme!!

Hast du ein Vorbild?
Ja, Ovechkin von den Washington Capitals, weil er mit viel Körpereinsatz
spielt und schnelle Spielzüge kreiert.

Wieso seid ihr nach Schweden gezogen?
Schweden hat eine lange Eishockeytradition, einige der besten Hockeyakademien
auf der Welt und eine sehr gute Lebensqualität. Sie spielen intensives Hockey mit
viel Körpereinsatz und hohem Tempo.

Wie oft trainierst du in der Woche bzw in der Saison?
In der Woche haben wir 3x Training und 2 Spiele. Einmal gibt’s ein Freieis, das
nennt sich bei uns „kreatives Eis“, das ist freiwillig für jene die möchten. In den
Ferien haben wir jede Woche ein Turnier.

Im Training sind wir 42 Spieler und 6 Trainer am Eis. Wir sind in
3 Trainingsgruppen bzw. Mannschaften eingeteilt. 4 Betreuer kümmern sich um
uns abseits des Eises.

Wo siehst du deine Stärken?
Vorausdenkend so zu spielen, dass ich als Center zur richtigen Zeit am richtigen
Ort stehe, um so ein schnelles Spiel mit kurzem Puckbesitz und vielen Pässen
ermöglichen kann (und hoffentlich auch viele Tore).

Im Eishockey muss man immer in Bewegung sein, wer steht der ist ein Opfer.
Wichtig ist, dass man nicht nur auf den Puck schaut, sondern zu jederzeit das ganze
Spielfeld im Auge behält, um ein gutes Spiel spielen zu können.

Und gibt’s auch Schwächen oder „Room for Improvement“?
Momentan habe ich noch ein sehr eingeschränktes Spektrum an Tricks, die ich
bereits automatisiert habe. Es gibt noch so viele Tricks die ich lernen möchte.
Deshalb habe ich mir dieses Jahr vorgenommen viele neue Tricks auszuprobieren.

Wie ist das Leben in Schweden abseits des Eises?
Hier gibt es sehr gutes Essen, meistens Fisch! Die Schweden sind allgemein sehr
hilfsbereit und keiner hat hier Stress. Autobus fahren ist in Malmö immer spannend,
denn manchmal kommt er gar nicht und ein anderes Mal fährt er einfach bei dir vorbei.

Ich habe viele Eishockeyfreunde, die lernen fast alle Deutsch, ab der 6. Schulstufe.
Das Wetter ist ganz okay, fast immer sehr windig und bewölkt!
Schwedisch ist eigentlich leicht zu lernen (sehr ähnlich zu Deutsch), aber für mich ein
bißchen schwierig, weil es bereits meine fünfte Sprache ist, die ich lerne.

Wie läuft es so in der Schule ab?
Man hat bis zum ersten Semester der zweiten Unterstufe keine Noten bzw.
hier 6. Schulstufe keine Buchstaben und von 8:00 bis 15:00,
Montag bis Freitag Schule.  Die Sommerferien sind Mitte August vorbei,
und das erste Semester hört zu Weihnachten auf.

Also in diesem Sinne “Har det bra”
Paul