22.03.2020

Interview mit U16 Headcoach Florian Hajek

Nach dem Viertelfinalaus der U16 Mannschaft sprachen wir mit dem Headcoach, Florian Hajek.
Das Interview wurde  in der Woche nach dem Viertelfinalaus geführt.

Hallo Florian. Jetzt haben sich die Ereignisse überschlagen und die gesamt EBEL, AHL
und auch die Nachwuchsligen wurden beendet. Ich möchte jedoch trotzdem nochmals
einen kurzen Rückblick bzw. Ausblick wagen.
Ihr seid gerade mit der U16 im Viertelfinale mit einem 0:5 und 1:3 gegen die Eishockey
Akademie Steiermark ausgeschieden. Was waren rückblickend die Gründe?

Beide Spiele waren grundsätzlich sehr knapp, auch wenn das erste Ergebnis etwas anderes sagt.
Unsere Jungs und Mädels haben mit großem Einsatz gespielt und waren über weite Strecken auch
spielerisch auf Augenhöhe. Den Unterschied ausgemacht hat letztendlich die Chancenauswertung
und ein paar kurze Unkonzentriertheiten im Spiel gegen den Puck.

Es gibt das Sprichwort “Ist der Wagen einmal umgekippt, fehlt es nicht an Ratschlägen”.
Es kamen Stimmen auf im Umfeld, dass die Vorbereitung nicht optimal gelaufen ist.

Zum Beispiel gemeinsame Trainings der Mannschaft, die sich ja aus U16 Spielern und
den jüngeren U18 Cracks zusammensetzt.
Wie siehst du das?

Wir arbeiten auf ein größeres langfristigeres Ziel hin – nämlich möglichst vielen Spielern die Werkzeuge
mitzugeben, um es einmal in eine Kampfmannschaft oder vielleicht sogar weiter zu schaffen. Deshalb
sind auch die Trainingsinhalte danach ausgerichtet, und nicht darauf sich auf gewisse Spiele im Jahr
vorzubereiten.

Alle Nachwuchsteams bei uns im Verein spielen nach denselben Grundlagen und haben dieselben
Trainingsschwerpunkte die sich aus unserer Spielphilosophie ableiten. Der Großteil der Mannschaft
trainiert beim Frühtraining sowieso die ganze Saison 3x pro Woche zusammen.  Die Spieler haben auch
schon bei der U16 International Tournament Serie einige Male zusammengespielt – sie kennen sich also
und wissen auch was und wie wir spielen wollen!

Wie siehst du rückblickend auf die gesamte Saison die Entwicklung der Mannschaft bzw. der Spieler?

Es hat definitiv eine positive Entwicklung stattgefunden, sowohl was die Skills am Eis betrifft, als auch im
konditionellen Bereich. Im Off Ice Bereich wurden die technischen Grundlagen geschaffen, sowie die nötige
Stützmuskulatur trainiert, um im Sommer mit einem lastorientierten Krafttraining beginnen zu können..
Auf dem bisher Erreichten wollen wir uns jedoch nicht ausruhen,  sondern intensiv weiter  arbeiten, um
sich ständig weiterzuentwickeln. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es immer!

Blick in die Zukunft. Die Meisterschaft ist jetzt vorbei. Die Maßnahmen der Regierungen haben
ja bereits zu einigen Streichungen und Absagen geführt. Die in der nächsten Zeit geplanten
Freundschaftsspiele, LL Finalturnier sind abgesagt. Aufgrund der Schließung der Eishalle
wird das kanadische Team vermutlich auch nicht vorbeischauen. Wie geht’s weiter?

Das  Turnier in Feldkirch Ende März ist defintiv bereits abgesagt. Ein Turnier in  Prag Ende April wäre geplant.
Nichtsdestotrotz, trainingstechnisch heißt es bis zum Saisonende wieder „back to basics“. Es wäre jetzt wieder
vorwiegend an der Technik und der Spielintelligenz gearbeitet worden. Da der Trainingsbetrieb am Eis jedoch
nicht möglich ist und aufgrund der Schulschließung auch die Off Ice Einheiten ausfallen, haben wir geplant
den Spielern Trainingsprogramme per Mail oder WhattsApp zukommen zu lassen, sodass sie zu Haus selbständig
trainieren können. Dies hat auch noch den positiven Effekt, dass sie eine Beschäftigung haben und die Eltern
somit etwas entlastet werden.

Dann hoffen wir auf eine baldige Besserung der Lage und für die nächste Saison alles Gute!